Landsmannschaft Vitebergia Halle (Saale) im Coburger Convent

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Fischlandverschickung mit dem Ostpaket

Was man doch nicht alles für tolle Einfälle hat, wenn man abends noch ein paar Bierchen trinkt! So – mal wieder – geschehen am vergangenen Donnerstag auf dem Wittenbergerhaus. CK Wagner besuchte uns seit Langem einmal wieder und brachte, zu unserer Begeisterung, frische Sprotten aus der Altmark mit.

Nun wären wir Wittenberger ja nicht die besten Korporierten Deutschlands, wenn uns neben dem Verzehr der Fischspeise nicht noch andere zweckentfremdete Anwendungen einfallen würden. Es dauerte nicht wirklich lange, bis mir die Idee kam, meine Bundesbrüder in Gießen am leckeren Abendsnack teilhaben zu lassen. Bloß wie ließ sich das in die Tat umsetzten? Mithilfe eines erfahrenen Logistikunternehmens natürlich!

Gesagt, getan – umgehend schickte ich den anwesenden Fuchs Heistermann auf die Suche nach einer geeigneten Transportbox, der allerdings jämmerlich versagte und lediglich Briefpapier apportierte. Das burschikose Gehirn kombinierte umgehend, dass das Zusammenspiel aus besagtem Papier, einer Sprotte und einem Poststempel, der durch die Schlagkraft einer 50 jährigen fettgestählten Postbeamtin auf die Transporthülle gepresst wird, nicht optimal für die körperliche Integrität des Fisches wäre. Also machte ich mich selbst auf die Suche nach einem geeigneten Paket und fand es auch prompt.

Nun galt es nur noch ein Kommuniqué zu verfassen, um mögliche Missverständnisse zu vermeiden und die gute Absicht unserer Handlung klarzustellen. Hier tat sich Bundesbruder Garbe besonders hervor, der umgehend folgende Zeilen verfasste:

„In Anerkennung Ihrer besonderen Leistungen für die Gesellschaft und für den Fortschritt der Keramikindustrie verleihen wir Ihnen hiermit den höchsten Orden der Sprottengesellschaft“

 

Eine solche Ehre muss natürlich reifen! So entschied sich, der mit der Sendungsaufgabe vertraute Bundesbruder Gerke, auch erst am vergangenen Montag, also geschlagene vier Tage nach dem Fertigstellen der Sendung, für das Verschicken.
Unsere Bemühungen trugen Früchte! Wie mir Darmstadtia versicherte, kam die Sprotte gut in Gießen an, hat allerdings auf dem Weg ein wenig Wasser verloren. Seine neue Heimat ehrte ihn mit einem Platz an der Wand des Chargenzimmers – ein würdevoller Platz, wie ich finde!

Derweilen versicherte ich Darmstadtia, dass sie sich auch zukünftig über kleine Präsente aus dem Postleitzahlgebiet 06… freuen können, auch wenn wir nur eine arme Ostverbindung sind.

MWG
Niggoh Z!Z!

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