Landsmannschaft Vitebergia Halle (Saale) im Coburger Convent

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Was ist los am:

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  4. Donnerstag 3
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  7. Sonntag 6
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  9. Dienstag 8
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Für ein Wochenende in die Hauptstadt der Welt

Anfang April, an einem Dienstag, hatte ich die Chance einen Flug zu buchen mit dem ich für deutlich unter 300 € nach New York fliegen könnte. Nun hatte ich für April zwar schon einen Trip nach Kroatien geplant, aber warum nicht ein zweites Mal raus aus dem deutschsprachigen Raum? Nachdem ich meinen Chef im Urlaub gestört hatte, um die Freigabe für die Tour zu bekommen, waren die Tickets wenige Stunden nach der Info gebucht. Für vier Tage nach New York --> lohnt sich das überhaupt? Es lohnt sich und es macht Lust auf deutlich mehr!

Am Donnerstag, dem 04. April, ging es nach einem halben Tag Arbeit los. Mit dem Zug nach Zürich, mit dem Flieger über den Bodensee nach Frankfurt und schließlich mit einem Jumbo „über den Teich“. Um 19:45 Uhr endlich in JFK gelandet, musste ich „nur“ noch die Einreise überstehen. Das war allerdings ein wenig langwieriger als gedacht, da das Land mit den höchsten Ausgaben für Sicherheit, die Passagiere zweier Jumbos mit nur zwei Grenzern kontrolliert. Die Kontrolle war nicht sonderlich gründlich, wurde ich doch in Israel oder an der ukrainisch/polnischen Grenze deutlich strenger geprüft – Beamte sind dort halt auch nicht schneller als in Deutschland. Um 22:30 Uhr, nach nur 2¾ Stunden, war ich endlich in den Vereinigten Staaten. Nachdem ich meine Unterkunft in Brighton Beach gefunden hatte, konnte ich endlich schlafen.

Ausgeschlafen erkundete ich am nächsten Morgen erst einmal die Umgebung. Ich war über AirBnB bei einer kasachischen Familie gelandet, die ihre Wohnung in einer typischen Einwanderergegend hat. Brighton Beach ist südlich von Brooklyn und östlich von Coney Island. Die Nachbarschaft ist vor allem durch zwei Einwandergruppen geprägt: Bürger der ehemaligen Sowjetunion und Europäer, die vor dem zweiten Weltkrieg geflohen sind, darunter viele Juden. Die Gegend wird auch „Little Odessa“ genannt. Das Angebot in den Läden erinnerte mich sehr an meine Reisen durch Osteuropa. Im Anschluss an die Erkundung der Gegend wollte ich nach Manhattan, doch ich hatte die Rechnung ohne meine Bank gemacht, die meine Kreditkarte über Nacht gesperrt hatte. Wenige Mails und Telefonate nach Deutschland später kam ich an mein Geld und konnte loslegen. Nun machte ich mich zu den Touristenfallen in der Innenstadt auf. Als erstes galt es, mit der Staten Island Ferry einen Blick auf die Skyline zu erhaschen und anschließend die Wall Street zu erkunden. Nach einem Besuch am Ground Zero unterhalb des wachsenden One World Trade Center, schloss ich den Rundgang mit der Überquerung der Brooklyn Bridge ab. Nach einem leckeren Burger und einer kleinen Fotoserie in Brighton Beach, war der erste Tag schon vorbei.

Für den Samstag hatte ich einiges geplant. So wollte ich einen Trödelmarkt besuchen, der ein Essenmarkt war, da ich noch nichts zu Speisen hatte. Auch war der Besuch bei einem Judoclub geplant, der dann nur ein kleines Training beinhaltete. Nach diesem Programmpunkt wurde es noch besser, da ich alle meine Pläne abgehakt hatte und spontan weiter bin. Nach einem kurzen Smalltalk mit dem alten japanischen Judotrainer in Manhattan, ging es zurück nach Brooklyn. Für den Abend hatte ich noch ein Couchsurfing-Meeting im Brooklyn Museum gefunden. Dort traf ich auf eine bunte Mischung junger Leute aus allen möglichen Ländern. Nach dem ersten Bier war ein kleiner Rundgang durch das Museum angesagt. Dabei waren die anderen Besucher interessanter als die Kunstwerke. Die einen mussten mit, andere versuchten zu fachsimpeln, einer schaute sich die riesigen Kunstwerke mit einer Lupe an und die Japaner machten schnell Fotos. Also fast wie in der Hallenser Moritzburg, nur dass ich dort noch keine Japaner gesehen habe. In einem kleinen Club in Brooklyn ließen wir den Abend bei einigen deutschen Bieren und amerikanischen Burgern ausklingen.

Am nächsten Morgen wollte ich mich mit einer bulgarischen Reisenden die ich am Vorabend kennengelernt hatte, auf einem Markt zum Essen treffen, aber sie hatte den Abend wohl nicht ganz so gut überstanden wie ich. Also bin ich alleine auf den Markt unterhalb der Brooklyn Bridge. Auf diesem war hochwertiges Essen zu erstehen – von Garnelen bis zu Schweinebraten. Es ist faszinierend zu beobachten, wie unterschiedlich die Essenqualität in den USA ist. Auf diesem Markt gab es fast ausnahmslos frische,  hochwertige Mahlzeiten, während es sonst überall nur Junkfood gab. Nach weiterem Sightseeing ging es am Abend wieder auf eine Couchsurfing Party. Diese ganzen Weltreisenden, die ich beim Couchsurfing getroffen hatte, machten einfach Lust auf mehr. Ein ganzes Jahr reisen oder  länger…

Ich hatte nun nur noch den Montagvormittag in New York. Nachdem ich mich von meinen Gastgebern verabschiedet hatte, fuhr ich nach Chinatown zum Frühstücken. Dort traf ich eine Bekanntschaft vom Vorabend, der das Personal für den Cirque du Soleil managt und montags frei hat. Nach der Entscheidung doch lieber im italienischen Viertel zu frühstücken, dem anschließenden Beschaffen einiger Mitbringsel und einer halben Pekingente zum Mittag, war der ganz Spaß vorbei. Ich musste leider schon zum Flieger Richtung Deutschland und von Frankfurt/M. aus direkt wieder zur Arbeit.

Ich reise zur Zeit einmal im Monat für ein langes Wochenende durch die Welt. Wer Lust hat, mich zu begleiten, weiß, wie er mich erreicht. Ich habe zwar nicht die Zeit ein ganzes Jahr zu verreisen, aber die Freiheit in meinem Urlaub und an den Wochenenden so viel von der Welt zu sehen wie möglich.

MWG
Torsten König Z! Z!

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