Landsmannschaft Vitebergia Halle (Saale) im Coburger Convent

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Gose-Radwanderung, die Zweite!

Die mittlerweile traditionelle Gose-Radwanderung von Leipzig nach Halle entlang Elster und Luppe wurde vom federführenden Organisator, AH Krüger, auf den 4. Juli 2015 festgelegt. Ein verhängnisvolles Datum wie sich herausstellen sollte, zeigt doch der noch junge Sommer wozu er fähig war und lies den Tag bereits mit 28°C beginnen. Für die dennoch angetretenen Teilnehmer, AH Krügers Schwager Peter, Vbr. Ferhad Sikh e.v. L! Slesvico-Holsatia v.m. Cherucia Kiel, aF Lars Jungklaaß, Marian Cwikowski und iaB Jakob Garbe, hieß es daher regelmäßig Abkühlung durch Fahrtwind und köstliche Gose zu suchen. Mit von der Partie war auch mein arabischer Austauschstudent Ahmed Al-Mahrezi für den Bschw. Claudia Krüger eigens arabische Rinderhackbällchen zubereitet hatte, die wie AH Krüger zugab, fast besser schmeckten als die klassisch deutschen Buletten.

Bevor jedoch in Leipzig in der ersten Schenke „Ohne Bedenken“ der offizielle Start der Radtour mit einer – was sonst? – Gose gefeiert wurde, mussten wir mit einem unerwartetem Problem umgehen: Als Ahmed noch in Halle auf das für ihn geliehene Fahrrad stieg wurde schnell klar, dass er mit „er stünde derzeit nicht so im Training“ nicht nur seine allgemeine körperliche Fitness gemeint hatte, sondern auch seine Fähigkeit überhaupt ein Fahrrad zu fahren gemeint hatte. Als sich das Radfahren als schwieriger entpuppte, als es im üblichen aussah, sagte er die Tour jedoch nicht ab, sondern war festen Willens das Radeln auf der ca. 50km langen Strecke kurzerhand zu lernen. So machten wir uns in Grüppchen auf den Weg zum Bahnhof; Ahmed in tiefster Sitzposition langsam Schlenker und Kurven fahrend und mit den Füßen bremsend hinter uns her.

Der unvermeidliche erste Sturz erfolgte noch vor der Gosenschenke „Ohne Bedenken“, als er sich nicht entscheiden konnte ein Straßenschild links oder rechts zu passieren und stattdessen einfach drauf zu hielt. Diesem Sturz sollten im Verlauf der Tour vier weitere folgen, alle glücklicherweise ohne nennenswerte Personen- oder Sachschäden.

Ansonsten lief die Tour aber vorzüglich: Die Goseschenken boten nötige und willkommene Abkühlung, während das Thermometer weiter in Richtung Rekordtemperaturen unterwegs war. Bei Schenke Nummer 3 „Domholzschenke“ stiegen wir bei 36°C vom Rad. Als kleine Enttäuschung muss jedoch die für das Mittagessen angedachte Gasthaus Kleinliebenau genannt werden, sie war geschlossen, vermutlich auf Dauer. Davon ließen wir uns jedoch nicht Ablenken und futterten Semmeln, Eier und Hackbällchen im Schatten der Dorfkirche. Die freundlichen Eingeborenen uns Bier aus, sodass auch diese Rast nicht trocken war. Den urigste Kneipe entlang des Weges, die Dorfschenke in Zweimen, erreichten wir bei ungekannten 40°C und genossen die Gose hier umso mehr. Obwohl Wirtin und Einrichtung zum Verweilen einluden, mussten wir weiter, denn wir wollten uns bei der brütenden Hitze im nächsten See abkühlen. Nach einem erfrischenden Sprung ins kühle Nass erreichten wir bald die Gaststätte „Bad“ in Döllnitz. Der Bilderbuchwirt mit Bierbauch und Lederschürze brachte uns die letzte Runde Gose, diesmal als Regenschirm mit Kümmellikör, bevor wir Halle und das treue Haus erreichten, wo der Grill bereits von iaB Pitloun angefeuert worden war.

Ahmed, der die ganze Zeit über tapfer mit den Tücken des Radfahrens gekämpft hatte, stürzte das letzte Mal kurz hinter dem halleschen Ortsschild und entschied sich die letzten 2 Kilometer per pedes zurück zu legen; er hatte genug. Die Nachhut schaffte es schließlich aber auch das Haus zu erreichen und wir genossen Grillgut und Salate. Im wohlig goseumnebelten Zustand verließ ich schließlich gegen Mitternacht das Haus und die verbleibenden Goseenthusiasten. Ich freue mich jetzt schon auf die nächste Gosetour, dann aber bei weniger unsäglichen Temperaturen.

- Jakob Garbe Z! (x)

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