Landsmannschaft Vitebergia Halle (Saale) im Coburger Convent

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Wittenberger Stieg 2.0

Wittenberger Klettern am Osterwochenende in der Umgebung von Halle

Nico klettert im Aktienbruch

Blick in den Aktienbruch bei Löbejün, Klettermekka

Jakob steigt Gondwana (4+) vor

Jakob und Nico in Gondwana (4+) im Aktienbruch

Was für ein herrliches Osterwetter! Viel zu schade, um daheim zu hocken oder die Tage mit dem Klassiker der männlichen Freizeitgestaltung auf dem Haus zu verbringen. Das dachten sich auch Jakob und ich Mitte April. Also entschieden wir uns, die Wittenberger-Kletterausrüstung, die wir uns vor einem Jahr zugelegt hatten, einzuweihen.

Durch den Wittenberger Abend am Donnerstag zuvor noch angeschlagen, machten wir uns mit zwei Freunden von Jakob am Karfreitag mit den Fahrräder auf zum Krosigker Bruch am Petersberg (12 Km nördlich von Halle). Dort angekommen, musste die erste Hürde genommen werden. Der Zugang zu dem ehemaligen Porphyr-Steinbruch erfolgt nämlich durch eine kleine Schlucht, die, erst einmal gefunden, sehr zugewachsen und zum Teil überflutet ist. Die Überwindung des Urwaldes machte sich aber bezahlt. Sehr idyllisch und versteckt gelegen, waren wir dementsprechend auch die einzigen Kletterer.

Nach einer kurzen Pause und der Anlegung der Ausrüstung, ging es auch sofort los. Da ich noch nie geklettert bin, führte mich Jakob sehr ausführlich in diesen Sport ein und machte mich mit den wichtigsten Regeln vertraut. Noch etwas vorsichtig machte ich mich dann an die Anfängerroute.

Drei Routen später hing ich in der Route Morsche Kante mit der Schwierigkeitsstufe 6-, der Endgegner des Tages. Zwei Meter unter dem obersten Bohrhaken sollte ich dann auch scheitern. Erst wusste ich nicht wie ich weiterkommen sollte und dann brach auch noch ein Stein aus der Wand, so dass ich kurz abrutschte. So waren Jakob und ich gezwungen die Fotos für die Wittenberger Blätter auf dem Boden zu schießen und nicht wie geplant in 13 Metern Höhe.

Die Abendsonne genießend, verbrachten wir noch einige Minuten auf einem Felsvorsprung und planten schon die nächsten Klettertouren.

Es war also ein sehr gelungener Tag, der würdig bei Steak und Bier ausklang.


Am Ostersonntag führte ich Nico in den Aktienbruch bei Löbejün. Dieser Bruch, der in ganz Deutschland als Kletterparadies und jährlich zur Sommersonnenwende Treffpunkt für ein ganz besonderes Fest des Vertikalsports ist, liegt 18 km vor Halle und lässt sich daher noch gut mit dem Fahrrad erreichen.

Als wir gegen 12 Uhr eintrafen staunte Nico nicht schlecht über die bis zu 45m hohen Wände. Warmgeklettert wurde sich an ein paar einfachen, aber sehr hübschen Routen. Dabei zeigte sich Nico schon wesentlich sicherer als noch am Tag zuvor und konnte zunehmend Tipps zur Technik umsetzen.

Den Abschluss sollte wieder eine nicht leichte, dafür aber sehr schöne Route namens Gondwana (4+) bilden. Diesmal biss Nico sich durch und wir konnten das geplante Foto mit Fahne in luftigen 22m Höhe schießen.

Mittlerweile haben weitere Ausflüge mit Nico mir gezeigt, dass der Funke auf ihn übergesprungen ist. Ich freue mich auf weitere Touren, hoffentlich bald auch mit anderen Bundesbrüdern!


Mit Wittenberger Grüßen,

Nico Ludwig Z!Z! FM und Jakob Garbe Z! x

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