Landsmannschaft Vitebergia Halle (Saale) im Coburger Convent

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Hallescher Frühling

Mit drei in dieser Zeit neu entstandenen Vereinen schloß sich Vitebergia zum „Halleschen Frühling” zusammen. Mit den wissenschaftlichen Vereinen Franconia und Thuringia und dem freien Lesezirkel Shakespeareania trat man in dieser Gruppe zusammen. Innerhalb der Gruppe wurde eine Fahne geführt, die semesterweise wechselte. Als nun diese Fahne wieder einmal bei den Wittenbergern ankam, waltete die List und Tücke der Bundesdamen, die kurzerhand den Wittenberger Zirkel auf die grüne Fahne stickten. Diese Posse der Damen verhalf uns zur ersten Bundesfahne, da man die für die Gemeinschaft entwertete Fahne uns überließ. Bis 1897, als eine neue Fahne gestiftet wurde, symbolisierte sie unseren Bund. Die Entweihung der Frühlingsfahne führte 1865 auch zum Bruch zwischen den Verbindungen im Frühling selbst.

Schon kurz nach ihrer Gründung nahm Vitebergia die ersten Kontakte zur ebenfalls 1860 in Göttingen gegründeten Verbindung Gottinga auf. Beide Verbindungen - den farbentragenden Charakter der Corps ablehnend – waren an der Gründung von Zusammenschlüssen ähnlich gesinnter Vereine beteiligt. Auf das Bestreben hin gründete sich am 25. Mai 1866 der Waltershäuser Blasenkonvent, dem die örtlichen B.C. aus Göttingen und Jena angehörten. Am 13. Juli 1867 traten die freien hallenser Verbindungen bei. Die Grundsätze des Waltershäuser B.C. lassen sich mit dem Streben nach Gleichberechtigung aller Studenten, Wahrung der persönlichen Freiheit innerhalb der Verbindungen und einer Überwindung unzeitgemäßer Bräuche beschreiben. Dem jungen Verband war allerdings kein langes Leben beschieden, denn schon auf der Jahresversammlung 1868 auf dem Kyffhäuser war eine Beschlußfähigkeit auf Grund der mäßigen Teilnahme nicht gegeben. Nur Vitebergia war auf der Jahresversammlung noch ordnungsgemäß vertreten.

Am 27. Juli 1873 wurde von den Chargierten der Gottinga und Vitebergia ein offizielles Cartellverhältnis abgeschlossen, das auf die schwarze Verbindung Friso-Gottinga in Leipzig ausgedehnt wurde.